Statusmeldungen
Spiel ist ein Grundphänomen des Lebens: die Spieltheorie der Mathematik, die Spiele der Kindheit in der Entwicklungspsychologie, Spiel der Formen und Stile in Kunst und Wissenschaft, das Schauspiel im Theater, das freie Spiel von Kreativität, Computerspiele, das Spielen eines Instruments …
Wenn wir uns mit dem Phänomen des Spiels auseinandersetzen, was erfahren wir dann über Kultur? Zwölf Spielkenner und -könner sprechen über ihre Annäherung an das Spiel, über ihren Umgang und ihre Erfahrungen damit.

Das Leben ist für mich eigentlich zu ernsthaft, als dass ich es als Spiel sehen würde.
(Jörg Bewersdorff, Mathematiker und Designer von Spielautomaten )

Einen naturgesetzlichen Grund, weshalb man bei der Arbeit nicht spielen sollte, gibt es nicht und jedes Spiel ist insofern Ernst, als das es, um zu gelingen, ganz ernsthaft gespielt werden muss.
(Natascha Adamowsky, Kulturwissenschaftlerin)

Wir haben beobachtet, dass Kinder sich sehr sicher sind, was Spiel und was soziale Realität ist. Wenn das Spiel dramatisch wird, dreht sich das Kind zum Beobachter um und sagt: »Wir spielen ja bloß.« Es kann allerdings passieren, dass das Spiel zum Ernst wird.
(Rolf Oerter, Entwicklungspsychologe)

Das fängt an, wenn man die kleinen Kinder im Sandkasten betrachtet, wir nennen es Spiel, was sie da tun. Aber wenn du genau hinsiehst, dann spielen sie nicht, sie kämpfen miteinander.
(Samy Molcho, Pantomime und Experte für Körpersprache)

Ich möchte vor allem dieses Gegensatzpaar aufgelöst wissen. Das Gegensatzpaar von Arbeit, Schweiß, Funktionalität, Zielgerichtetheit, Rationalität und dann die andere Seite, das Spielerische, hier ist Lust, hier ist Freiheit und so weiter. Diese Gegensatzpaare stimmen so nicht. Sondern idealerweise findet das eine im anderen statt […] Und es ist auch so, dass die Arbeit dann einfach leichter von der Hand geht, das ist ja auch ein Teil des Flows.
(Udo Dahmen, Direktor der Popakademie Mannheim)


156 Seiten, Paperback, 17,00 EUR
ISBN 978-3-942958-02-8

Hrsg. von Maria Gebhardt und Ruben Pfizenmaier

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